Sinnvolle Geschenke für 3- bis 6-Jährige
Das Problem bei Geschenken in diesem Alter ist selten die Auswahl, sondern der Platz im Kinderzimmer. Hier steht, was in welchem Alter tatsächlich bespielt wird — und was nach zwei Wochen unter dem Bett liegt.
Die kurze Antwort
Kinder zwischen drei und sechs behalten am längsten, was sie selbst steuern können und was nicht schon fertig ist. Alles, was nur eine Sache macht, ist nach der dritten Wiederholung durch. Das gilt für Spielzeug genauso wie für Geschichten.
3 bis 4 Jahre
Etwas zum Bauen, das nicht fertig ist
Duplo, Magnetbausteine, Holzklötze. Offenes Material wird jahrelang bespielt, fertige Spielzeuge meist ein Wochenende lang.
Hörgeschichten
In diesem Alter kommt die erste lange Aufmerksamkeitsspanne, aber Lesen noch nicht. Zuhören füllt genau diese Lücke — im Auto, beim Einschlafen, an einem verregneten Nachmittag.
Etwas, das die Eltern nicht schon dreimal haben
Fragen lohnt sich. Bei Vierjährigen doppelt sich zu Weihnachten fast alles.
5 bis 6 Jahre
Ein erstes richtiges Werkzeug
Eine echte Lupe, eine Kindernähmaschine, eine Taschenlampe, die etwas aushält. Kinder merken sofort, ob etwas Spielzeug ist oder ernst gemeint.
Spiele mit einer Regel, die sie erklären können
In diesem Alter wird das Erklären der Regeln selbst zum Spiel — und ein Kind, das erklären darf, spielt es mit allen, die es kennt.
Etwas, das mit ihrem Namen kommt
Zwischen fünf und sechs wird der eigene Name zum Lieblingswort. Alles, worin er vorkommt, wird überdurchschnittlich oft angeschaut.
Wenn Sie Gotti, Götti oder Patin sind
Als Patenkind-Geschenk gilt eine zusätzliche Regel: Es sollte etwas sein, das die Eltern nicht auch gekauft hätten. Patinnen und Paten haben den Vorteil, dass sie etwas schenken dürfen, das nicht vernünftig sein muss — aber den Nachteil, dass sie seltener sehen, was schon da ist. Etwas Persönliches schlägt in dieser Lage fast immer etwas Grosses.
Weihnachtsgeschenke für Kinder von 4 bis 6 Jahren
Die meisten Geschenke in diesem Alter werden an einem einzigen Abend ausgepackt. Zu Weihnachten schenken Eltern, Großeltern, Patinnen und Tanten gleichzeitig – und was einzeln ein gutes Geschenk wäre, geht im Stapel unter. Drei Dinge helfen:
Absprechen statt doppelt kaufen
Eine kurze Nachricht in die Familiengruppe verhindert, dass drei Leute dieselbe Murmelbahn kaufen. Ein Wunschzettel, auf dem jeder etwas abhakt, reicht völlig.
Ein großes Geschenk, der Rest klein
Kinder zwischen vier und sechs können mit einem besonderen Geschenk mehr anfangen als mit zehn mittleren. Kleine Dinge – ein Buch, eine Taschenlampe – gehen daneben trotzdem nicht verloren.
Etwas, das nach den Feiertagen weitergeht
Am 27. Dezember ist das meiste ausprobiert. Was über Wochen wächst – ein Bauset mit Erweiterung, eine Hörgeschichte für jeden Abend, ein Ausflug, der erst im Januar ansteht – wird nicht mit dem Geschenkpapier weggeräumt.
Für die Wochen davor: Weihnachtsgeschichten für Kinder zum Anhören, eine für jeden Abend im Advent.
Sie haben schon eine Toniebox zu Hause? So bespielen Sie einen Kreativ-Tonie.
